Hallo @ all, hallo Thomas. Cupressus Sempervirens ist ja nun wirklich der Innbegriff des Südens und darf in einem mediterranen Garten nicht fehlen. Besonders in kleinen Gruppen, vor Mauern oder entlang von Wegen machen sie eine besonders gute Figur. Die Pflanzen sind außerdem sehr schnittverträglich und können auch als Hecke gehalten werden.
Der Baum kann eigentlich fast im ganzen Land erfolgreich gehalten werden. In den kühleren Gegenden sollte man den Boden möglichst gut vorbereiten um die Bedingungen möglichst optimal zu gestalten.
Die Frosthärte streut bei Cupressus recht stark. Gute Exemplare halten auch Fröste von deutlich unter -20 Grad aus. Leider steht nicht auf dem Etikett welche Pflanze besonders gute Gene hat. Man muss es durch probieren herausfinden. Also am besten kleine Pflanzen setzen und auf einen baldigen harten Winter hoffen. Wer sicher gehen möchte und etwas Zeit hat, kann sich auch selbst Stecklinge aus besonders harten Pflanzen ziehen. Diese haben dann die gleichen Eigenschaften wie die Mutterpflanze. Hier kann man ja mal fragen wer aus den etwas kühleren Regionen welche im Garten hat. Beim Schnitt fällt genügend Stecklingsmaterial an. Stecklinge schneidet man am besten im Frühjahr. Kurz bevor der Saft wieder in den Baum steigt und die Pflanze wieder saftig grün wird.
Bei der Pflanzung gilt also grundsätzlich: In kühleren Regionen lieber klein pflanzen. 1. passen sich diese Exemplare besser an, etablieren sich schneller und wachsen in der gesamtem Folgezeit auch wesentlich schneller. Cupressus wurzelt sehr tief. Das Pflanzloch sollte bei schweren Böden also möglichst tief ausgehoben und aufgelockert werden. Der Baum wächst so deutlich besser an. Der Boden sollte durchlässig sein, trockener Boden im Winter verbessert die Frosthärte. Wer nah am Grundwasser wohnt, hat leider eher schlechte Karten. Auf gut durchlässigen, eher trockenen, humosen und kalkhaltigen Böden gedeiht Cupressus am besten und erreicht auch die beste Winterhärte. Durch Zugabe von Kompost und Kalksplitt o.ä. kann man den Boden etwas aufbessern.
Ich habe selbst im Garten einige Exemplare. Weniger harte habe ich durch Frost in den kalten Wintern verloren. Die Pflanzen die jetzt noch stehen, haben selbst die harten Winter fast schadlos überstanden. Zu beanstanden sind lediglich Schäden an den Spitzen. Das Wachstum ist sehr gut. In der Regel liegt der Zuwachs bei gut 70/80 cm im Jahr. Winterschutz bekommen die Pflanzen keinen. In besonders kalten und nassen Wintern kann es aber hilfreich sein, den Wurzelbereich gut zu mulchen und mit eine Plane abzudecken und trocken zu halten. Frost sollte nicht zu tief in den Boden eindringen können. Das ist Gift für die Pflanze. Die Wurzeln sind recht empfindlich. Alle oberirdischen Pflanzenteile dagen recht hart. Beim mulchen aufpassen, dass der Stammansatz gut belüftet und trocken bleibt. Sonst kann die Rinde platzen, der Baum kann absterben. Besonders junge Exemplare können davon betroffen sein.
na, dass liebe ich ja hier im forum...innerhalb kürzester zeit bekommt man die besten informationen... ein fettes lob an euch alle!!
ich überlege noch, ob ich in gruppe oder schlangenlinie pflanzen soll... @rene ... ein paar bilder von den genannten exemplaren wären echt super ... reinhards exemplare und bilder fand ich schon klasse in seinem anderen thread...
bezogen auf unseren boden... fetter kalkreicher lehm und im winter auch gerne mal recht feucht, habe bis dato die beste erfahrung gemacht, wenn ich den gleichen boden wieder ins pflanzloch einbringe... sonst hab ich probleme mit dem badewanneneffekt und somit staunässe im winter...
im moment schwanke ich noch zwischen den folgenden exemplaren zu unterschiedlichen preisen...
Zitat von garten-seggewiss im Beitrag #1ich überlege derzeit einige davon in den garten zu setzen... inspiriert von den exemplaren bei reinhard im garten ... reizt mich das schnelle wachstum... die größe und form... wer von euch hat noch welche im garten... vielleicht auch hier im westen???
was könnt ihr mir sagen zur frostempfindlichkeit, zum boden etc...
Hallo Thomas,
habe das an anderer Stelle schon mal geschrieben- passt aber ganz gut....: . Ich habe nur Erfahrungen mit der Form "pyramidalis". Hier gibt es offensichtlich aber große Unterschiede. Ich hatte 2, die erste erworben in 1996 bei Flora Toskana, die zweite als Italienimport beim Baumarkt um die Ecke. Beide wurden ausgepflanzt im 2007 (beide ca. 3 Meter hoch), dann kamen die ersten Winter unseres bekannten Kaltwinterblocks, -19,5°C am 07.01.2009. Bei der ersten waren alle Nadeln erfroren (sah ziemlich sch.. aus), die zweite zeigte keine Schäden, zögernde Erholung im Sommer. Jan. 2010 dann - 18° >gleiches Spiel. Dez. 2010 dann erneut -17,5° >das gleiche Spiel. Dann hat´s mir gereicht und ich habe mich von der ersten getrennt (Brennholz). Die Zypresse Nr.2 erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit und ist inzwischen ca. 5 Meter hoch. Stelle bei Gelegenheit mal ein Bild ein.
Gruß Mathias
Klimadaten 34590 Wabern (Ø letzte 25Jahre) Höhe: 162 m ü. NN, USDA-Zone: 7b, tD Abs. Tmin: -18,9 °C (07.01.2009) in 2m Höhe; Abs. Tmax:+38,2 °C (10.08.2003) in 2m Höhe Ø Niederschlag 559.8 mm Jahres-Ø-Temperatur +9,7°C Ø Anz. Sommertage (>25 °C): 46,3 Ø Anz. heiße Tage (> 30 °C): 10,8 Ø Anz. Regentage >1 L/m2: 109
Ich denke auch, es ist besser, wenn du dir nicht diese Gewächshausware kaufst. Besser direkt und frisch importierte aus Italien oder Spanien, die dort im Freiland gewachsen sind. Ich will jetzt keine Werbung machen, aber beim Palmenmann gibt es gerade solche, die zudem noch recht günstig sind. Die kleinen reichen vollkommen aus. In passender Erde wachsen sie ja sehr schnell. In schweren Lehm/ Tonboden ist das Wachstum bescheiden. Vielleicht kannst du dir ja auch einen "Toskanahügel" anlegen und die Zypressen erhöht setzen. Wenn der natürliche Boden darunter ordentlich gelockert wird und evtl. etwas Kompost eingearbeitet wird, gibt es später auch keine Probleme. Wichtig ist, wie bei vielen anderen auch, dass sie in der ersten Saison gut anwachsen können und ihre Wurzeln schon möglichst tief in die Erde bekommen. So sind sie für den 1. Winter dann bestens gerüstet.
Hallo Reinhard, ja ich denke auch, der Preis ist ok. Vor allem stimmt auch die Qualität. Kräftige Jungpflanzen, die auch schon mal echte Sonne gesehen haben. ;)
Wozu die Fragezeichen? Eremurus, oder auch Steppenkerze. Hübsche Pflanzen. Habe davon einige im Garten. Von klein bis über 2m Höhe. Blühen meist Ende April/Mai. Treiben aber dieses Jahr auch recht früh aus.
Das Klima ist natürlich nicht das gleiche. Die Pflanzen haben aber Umwelteinflüsse schon ungefiltert abbekommen und wissen auch wie Sonne aussieht. Man muss sie also nicht erst ans Freiland gewöhnen. Blätter und Sproß sind stärker und kräftiger. Is also nicht Wurscht. Die frsich importierten Bäumchen treiben meist auch schon und wachsen hier ohne Unterbrechung weiter und vegetieren nicht die halbe Saison dahin. Noch besser wäre natürlich deutsche Herkunft.. Gibts aber leider nicht. Obwohl.. , in Köln gab es mal eine Baumschule die auch Cupressus gezogen haben. Ob es die noch gibt weiß ich nicht. Die Pflanzen dürften dort aber auch um einges teurer sein.