Washingtonia filifera keimt in der Tat völlig problemlos. Und sie zeigt unter idealen Bedingungen ein rasantes Wachstum, was allerdings von ihrem Bruder, nämlich robusta noch um Längen übertroffen wird. Gemein ist beiden die geringe Frosthärte. Kurze Fröste können beide vertragen, filifera mal eine Nacht bis vielleicht -6° bis -8°, robusta mit den halben Werten (die Werte in der Literatur sind höher, aber jeder Versuch, dies unter unsern Verhältnissen nach zu vollziehen wird scheitern). Dauerfrost ist bei beiden letal. Allerdings sind beide nicht annähernd die Zicken, wie oft beschrieben.
Der erste Keimling hat das licht der Welt erblickt. Ca 1 cm hat sich der Keimling über Nacht hinausgeschoben. Nun meine frage, kann der Keimling mit Topf bereits ins freie gestellt werden? Oder schadet dies dem Keimling?
In den Topf werd ich ihn erst ab einer Grösse von etwa 5 cm stellen.
Der kann schon raus, vielleicht nicht gerade in die direkte Sonne zuerst. Und wenn du noch warten willst, bis das erste Blatt ein paar Zentimeter lang ist, geht das auch nicht sehr lange. Die wachsen wirklich recht schnell für Palmensämlinge.
Hallo Alex Washingtonias sind da meiner Erfahrung nach nicht zickig. Ich habe meine direkt in Palmenerde pikiert. Sie haben es mir nicht übel genommen. Aber je nachdem, wie viele du hast, wäre das wirklich interessant zu vergleichen. Mach doch halb-halb. Und nur aus Neugier: Wo hast du die Samen her?
Hallo Alex, ich habe derzeit auch frische Filifera Keimlinge, die gerade erst ihr Keimblatt schieben. Die Keimlinge bleiben im ersten Jahr alle in Kokohum. Damit habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht. Erst mit 1-2 Jahren werden sie in normale Erde umgetopft. Das handhabe ich eigentlich mit allen Palmen so. Die Keimlinge stehen bei mir von Grund draußen und in der vollen Sonne. So entstehen immer die kräftigsten Pflänzchen, die später nicht erst an die Sonne gewöhnt werden müssen. Wenn du sie indoor weiter ziehen möchtest, kannst du die kleinen Palmen später nicht gleich in die volle Sonne stellen. Die jungen Pflanzen müssen sich erst darauf einstellen. Ich halte es daher für sinnvoll die jungen Pflanzen gleich direkt, von Grund auf draußen zu ziehen. Zu dieser Jahreszeit, haben Filifera Keimlinge damit kein Problem. Sie werden sich von Anfang an kräftiger entwickeln und müssen sich später nicht erst umstellen, wenn du sie draußen weiter kulktivieren möchtest. Diese Umstellung kostet jungen Pflanzen auch immer viel Kraft und wird die Entwicklung etwas einbremsen.
Das mit dem Outdoor Keimen finde ich sehr sinvoll. Ich werde bis meine Palmenerde ankommt die Keimlinge mit geöffnetem Keimbeutel ins freie stellen. Natürlich muss ich jetzt schon die angewöhnungsphase einleiten, da die Keimlinge nur im Dunken gekeimt sind. In der freien Natur keimen die ja auch bei Sonnenlicht:)
dass einem da schon mal die Lust vergehen kann, ist verständlich. Und Pflanzen, mit denen es nicht klappt, würde ich mir dann auch nicht mehr anschaffen. Ich bin z. B. ein großer Fan von allen Ficus-Arten, doch der stinknormale Gummibaum (Ficus elastica) zickt bei mir nur blöde rum. Deshalb lasse ich von dem jetzt auch die Finger. Glücklicherweise gibt es bei den Ficus ja eine Riesenauswahl - genau wie bei den Palmen
Versuch es mal mit Vandahybriden. Die gelten zwar als schwer, sind aber eher simpel. Einmal die Woche mit unter der Dusche, ansonsten den Pott zum Fenster (Licht) markieren und nicht drehen. Geht übrigens auch mit Laelia und Cattleya.
Washies um zum Thema zurückzukommen sind eigentlich keine Zicken, allerdings muss ich Hans zustimmen im Westen ist die Lf im Winter die eigentliche Herrausforderung.
MfG
Jürgen
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Ich kann mich dem nicht anschliessen, dass hohe Luftfeuchte im Winter den Washingtonias derart Mühe bereiten soll. Meine zwei sind zwar noch nicht so gross, aber die haben mit hoher LF noch nie Probleme gehabt. Und bei denen im Winterquartier geht die oft gegen 100%. Ausgepflanzt ist das allerdings noch einmal eine andere Geschichte.